Technikexkurs

Sie fragen sich, was hinter dem Gewerk der Veranstaltungstechnik steckt? Einige Basics einfach und kurz erklärt:
Beschallungsanlage (PA)

Ein PA-Lautsprecher (Public Address) unterscheidet sich, physikalisch gesehen, kaum von einem normalen Lautsprecher. Dennoch gibt es einige Unterschiede.
Einerseits sind PA-Lautsprecher größer, schwerer und strapazierfähiger aufgebaut, was im Touringalltag eine Notwendigkeit darstellt.
Andererseits ist die Technik auf hohe Leistung und Stabilität ausgelegt (Leistungsstarke Endstufen, stabile Chassis).
Auch hier gibt es unterschiedliche Qualitätsklassen. Unsere JBL-Systeme beispielsweise sind von oberster Qualitätsgüte und arbeiten mit leistungsstarken Endstufen von Crown, Druckguss-Chassis mit Doppelschwingspulen und Neodymmagnete (Höhere Belastbarkeit und Hitzebeständigkeit (Verlustleistung).
Ein PA-System setzt sich aus Fullrange-Lautsprechern (Mit Hoch und Mittel-tieftöner) und Subwoofer (Tieftöner) zusammen.
Die Fullrangelautsprecher können auch ohne Subwoofer laufen (Basic-Line), der Bassanteil ist dadurch jedoch drastisch geringer. In diesem Modus (Fullrange) muss der Mittel-Tieftöner neben den Mitten auch den kompletten oberen Bassbereich (z.B. bis 45hz.) mit übernehmen. Das Chassis muss also ein breiteres Frequenzspektrum abbilden, weshalb es physikalisch gesehen zu Verzerrungen kommen kann (Intermodulationsverzerrung).
Die Erzeugung von tiefen Tönen erfordert auch viel mehr Leistung als bei hohen. Sauberer klingt es, wenn die Tieftonarbeit der Subwoofer übernimmt (Elegance & Luxury-Line). Dieser übernimmt die Bassfrequenzen (z.B. ab 80hz.) und spielt dann sehr tief (z.B. 29hz.) herab. Die Lautsprecher werden dadurch entlastet und der Klang klingt homogener und ausgewogener.

20″ Mittel/Tiefton-Chassis

Lichttechnik

Früher wurden konventionelle Glühbirnen, Halogen- und Gasentladungslampen im hohen Wattbereich in der Veranstaltungsbranche genutzt.
Solche Lampen wurden ab Mitte der 2000er Jahre vermehrt durch LED- Chips ausgetauscht. Diese verbrauchen deutlich weniger Energie, erzeugen weniger Verlustwärme, sind langlebiger und kompakter in der Bauweise.
Ebesonso lassen sich mit LEDs viel mehr Farben darstellen die mindestens den RGB Farbraum umfassen. Damalige Scheinwerfer (PAR) waren durch die vor der Birne platzierten Farbfilter stark in der Farbvariation eingeschränkt und jeder Scheinwerfer konnte auch immer nur diese eine Farbe der gerade angebrachten Folie darstellen. Die Vorteile dieser Lampen waren klar die hervorragende Farbtemperatur und das Dimmerverhalten.
Heutige LED-Scheinwerfer (LED-Bar) stehen dem in keiner Hinsicht nach und können die verschiedensten Farben erzeugen.
In einfacher Ausführung sind auf dem LED-Chip RGB Dioden verbaut. Hiermit können alle Mischfarbendargestellt werden inlusive Weiß (R,G,B jeweils 100% an).
Für eine Tanzbeleuchtung ist dies mehr als ausreichend. Da das erzeugte Weiß aus den drei Grundfarben nicht optimal ist und eine Abweichung zur Farbtemperatur des Sonnenlichts besteht (CRI-Wert= 100 keine Abweichung/ >100 zunehmende Abweichung), haben hochwertige Scheinwerfer neben den RGB Dioden noch zusätzliche Dioden für Weiß (W) und ggf. weitere für Amber (A) und UV (UV). Somit lassen sich sehr viel mehr Farben darstellen, mit UV beispielsweise ein sattes Türkis. Für die Grundbeleuchtung einer Location (Uplighting) ist dieser Scheinwerfertyp, wie auch von uns angeboten, sehr empfehlenswert.
Bewegte Lampen wie z.B. ein Movinghead stellen eine Art Projektor dar, die Farbräder, Filter und Goboräder (Motive) beinhalten. Unsere hochwertigen Movingheads projizieren auch Ihre eigenen Motive und strahlen durch Prismen auch große Räumlichkeiten aus (Luxury-Line).
Damit alle Geräte gesteuert werden können, werden diese untereinander mit DMX-Kabeln vernetzt und mit einem Lichtpult oder Rechner per DMX-Protokoll bedient.

Gobobeispiel eines Movingheads

LED-Scheinwerfer

Konventionelle PAR-Scheinwerfer mit Farbfolien

DJ Solingen
DJ Wuppertal